Buchtipp J. R. König – Caging Memories

J. R. König hat was für euch. 😀

caging MemoriesKlappentext:

»Und wenn ich tanze, spüre ich seinen Blick schmerzhaft auf meiner Haut. Er bringt die Dunkelheit, das Verderben. Und doch will ich nichts Anderes, als das er nie wieder damit aufhört, mich anzusehen. Es ist der einzige Hoffnungsschimmer in meiner Welt voller Dunkelheit.«

Marley ist auf der Flucht. Vor ihrer Vergangenheit, ihrer Gegenwart und in gewisser Weise auch vor ihrer Zukunft. Ihr ist nur allzu bewusst, dass er sie immer und überall finden wird. Bennett. Und doch hat sie einen Neuanfang gewagt und gerade, als Derek in ihr ein völlig neues Verlangen weckt, steht sie vor der größten Herausforderung ihres Lebens.
Ein Kampf um Begierde, Macht und Liebe beginnt. Welche Seite wird ihn gewinnen? Die dunkle Seite, voller Leidenschaft, mit Bennett oder das gerade neu entdeckte Verlangen und die Liebe zu Derek?

Interessiert? =>

JR KönigJ.R. König wurde 1990 geboren und lebt in Leipzig.
Mit dem Schreiben hat sie erst 2013 begonnen, doch seitdem ist es nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken.
Sie schreibt romantische Liebesromane mit dem gewissen Prickeln, aber auch heiße Erotik, die das Kopfkino anheizt.

 

Lust auf eine Leseprobe?

Marley Healings – Verdrängen und Vergessen

Was hat dieser Mann nur an sich, dass ich ihn einfach nicht ignorieren kann? Seit zwei Wochen kommt er jeden Tag, an dem ich arbeiten muss, hierher und bringt mich durcheinander. So kann das auf keinen Fall weitergehen. Denn ich habe nicht die Kraft, ihm immer wieder in diese hellen Augen zu blicken und mich daran zu erinnern, was einmal gewesen ist.

»Ich kündige«, teile ich aus diesem Grund meinem Chef Lenny mit, der mich vollkommen entgeistert anstarrt. Als würde die Welt untergehen oder sowas.

»Das kannst du nicht tun«, stößt er hervor und packt mich am Oberarm, als ich einen Schritt zurückweiche. Jeder würde das tun, wenn er einem Bullen wie Lenny gegenübersteht und dieser eine solche Wut in den Augen trägt wie jetzt gerade.

»Kann ich sehr wohl. Wir haben eine Vereinbarung. Sogar schriftlich festgehalten. Ich tanze für dich genau so lange, bis es mir reicht. Und ich denke, für drei Jahre lief unser Deal verflucht lange, oder nicht?«

Herausfordernd blicke ich ihn an, sehe, dass er nachdenkt, und bemerke den Moment, in dem er erkennt, ich habe recht. Verflucht jedes Recht dazu, meine Sachen zu packen und einfach zu gehen. Als hätte es mich hier niemals gegeben. Und so ist es sogar, denn Lenny kennt nicht einmal meinen echten Namen. Nur meine Vergangenheit und jeder, der je damit zu tun hatte, weiß, dass mein Name nicht Sharon ist. Deswegen kann Lenny im Kreis springen, wenn ich gegangen bin. Er wird mich niemals finden.

»Dann verschwinde, Miststück«, waren seine letzten Worte an mich, bevor ich ihm ein letztes Lächeln schenke und den Raum verlasse. Ich kann es nicht gebrauchen, dass Bennett meine Tarnung, mein neues Leben auffliegen lässt. Bei seinem ersten Besuch hier habe ich noch an einen Zufall geglaubt, bei den folgenden wollte ich keine Furcht zeigen. Doch als er heute wieder aufgetaucht ist, reichte es mir. Obwohl ich mich nicht mehr verstecken wollte, werde ich ihm keinesfalls die Möglichkeit geben, über mich zu bestimmen. Lasse ich weiterhin zu, dass er mir zusieht, fühlt er sich sicher. Also verschwinde ich. Das zweite Mal.

Deswegen führt mein Weg direkt in die Umkleide. Ohne ein Wort des Abschiedes packe ich meine Klamotten in die große Tasche, die ich immer hier habe. Ich wusste einfach, dieser Moment wird irgendwann kommen. Dass Bennett mich finden und mein Leben beeinflussen wird. Jedoch wird er nicht damit rechnen, dass ich vorbereitet bin. Vier Jahre sind seit meiner Flucht vor ihm und seinem Leben vergangen. Vier lange Jahre in denen ich darum gekämpft habe, endlich wieder ich selbst zu sein. Und dabei zu Sharon wurde.

Niemals hätte ich mich in meiner Zeit mit Bennett dazu hinreißen lassen sollen, mir dieses riesige Teil auf den Rücken tätowieren zu lassen. Hätte ich gewusst, dass er mich dadurch immer finden wird, egal, wie lange es dauert und wo ich mich verstecke, ich hätte mich zusammengerissen. Doch nun ist es ein Teil von mir. Und lieber laufe ich immer wieder davon, als ihm erneut in die Hände zu fallen.

Ich atme tief durch, nachdem ich endlich das Gebäude verlassen habe. Das Tanzen hier hat mir in den letzten drei Jahren einen satten Batzen Geld eingebracht. Wenn man nur vom Nötigsten lebt und wirklich alles zurücklegt – für einen Fall wie diesen  -, kann man es sich leisten, von jetzt auf gleich zu verschwinden.

Ich muss mich nicht umsehen, um zu wissen, dass ich alleine bin. Wäre Bennett hier, würde ich es spüren. Ein heißes Prickeln auf meiner Haut, ein Vorbote des Bösen.

Es dauert keine zwei Stunden, dann habe ich mein kleines Einzimmerappartement leer geräumt und den Schlüssel samt Kündigung in den Briefkasten meiner Vermieterin geworfen. Einzig bei ihr tut es mir leid, dass ich meine Zelte so schnell abbrechen muss. Aber was bleibt mir anderes übrig? Ich kann nicht riskieren, wieder in Bennetts Netz aus Lügen, Intrigen, Hass und Sex gezogen zu werden. Den Nachrichten zufolge ist er wieder offiziell mit seiner Frau zusammen. Genau das Weib, das mich damals beinahe in den Selbstmord trieb, weil ich zu naiv gewesen bin und Bennett mehr glaubte als der Tatsache, dass sie schwanger war.

Sie haben eine bezaubernde Tochter bekommen. Ein Hoch auf die durchgehende Berichterstattung über New Yorks größten und erfolgreichsten Immobilienhai. Es ist zum Kotzen. Und dennoch habe ich mich lange verstecken können. Zu lange. Ich habe mich darauf ausgeruht. Als er dann im Club auftauchte und immer wieder da war, bekam ich Angst. Nicht einmal vor ihm, mit Bennett kann ich es allemal aufnehmen.

Nein, mir macht Angst, dass mein Herz immer noch viel zu schnell schlägt, wenn ich ihn sehe und in seinen Augen erkenne, was er will. Immer nur das, was er nicht bekommen kann, was sich ihm entzieht und geflohen ist. Nämlich mich.

»Cape May«, rufe ich dem Taxifahrer entgegen, als ich mich mit meinem riesigen Seesack auf seinen Rücksitz gezwängt habe.

»Das sind über zwei Stunden Fahrt, Lady. Sind Sie bescheuert? Ich wollte heute noch irgendwann ins Bett«, beschwert er sich ernsthaft. Doch er wird mich fahren. So oder so.

»Hier. Das sind 500 Dollar. Die sollten Sie für den Schlafmangel entschädigen, und jetzt fahren Sie endlich«, treibe ich ihn an, werfe das Bündel auf den Beifahrersitz und lehne den Kopf zurück.

»Verdammt«, höre ich ihn knurren, beachte es aber nicht weiter. In zwei Stunden werde ich mir wieder Gedanken machen und mich mit ihm befassen. Bis dahin sollte ich meine Nerven beruhigt und einen Plan haben.

Bennett hat sich zu still verhalten. Zwei Wochen lang war er jeden Tag da, hat mich an seinen Tisch einladen lassen, aber sonst nichts unternommen. Es ist nicht seine Art.  Weder wartet er lange noch lässt er sich abweisen. Selbst bei mir macht er da keine Ausnahme. Was bezweckt er also damit?

»Lady, wollen Sie sich nicht vielleicht was anziehen? Gibt viele üble Typen um diese Uhrzeit«, unterbricht der Fahrer mein sinnloses Unterfangen, Bennett zu verstehen. Das habe ich schon damals nicht getan und daran wird sich jetzt nichts ändern.

Verwundert blicke ich an mir herab und erkenne, dass er recht hat. Mh, ob ich ihn wohl ablenke?

»Wie weit ist es noch?«, frage ich mit sanfter Stimme, mache aber keine Anstalten, mir etwas überzuziehen. Stattdessen greife ich hinter mich, lehne mich ein wenig nach vorn und kann im Rückspiegel erkennen, wie sein Blick auf meinen Vorbau fällt. Okay, ich lenke ihn ab.

»Noch circa eine Stunde, Lady.« Er hat eindeutig Probleme, sich zu konzentrieren. Und ich brauche Ablenkung. Dringend. Mein Kopf muss an etwas anderes denken als an Bennett. Und obwohl mein Fahrer sicher zehn Jahre älter ist als ich, hat er was.

 


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