KW 27 | Dietmar Hesse nominiert von Ava Innings

ChallangeDiesmal mit einer Geschichte von mir für euch:

1. Stempelkissen – 2. Geldbörse  – 3. Segelschiff – 4. Washi-Tape – 5. Fotoalbum – 6. Sandstrand  – 7. Thermomix  – 8. Aktenordner – 9. Tripp-Trapp – 10. Fotostudio – 11. Wurstsemmel – 12. Schuhkarton – 13. Kaffeetasse – 14. Reiseführer – 15. Badesalz

Schwierige Wörter. Irgenwie passten die zu der Figur in meinem Roman. Danke, für die Inspiration, Ava Innings.

Post aus der Vergangenheit

 

Ich hatte tatsächlich eine Idee für den Roman. Entspannt bearbeitete ich die Tasten des Netbook.
»Hallo Jan, es sieht so aus, als kommst du voran!«
»Endlich fließen mir die Worte aus der Hand, Laura.« Die Wirtin fühlte mit mir, wusste von meiner Schreibblockade.
»Was führt dich zu mir?«  Erstaunt sah ich sie an.
»Du musst mal mit zur Bar, da ist ein Paket angekommen. Der Postbote braucht eine Unterschrift.«
»Ich erwarte keine Post, es kennt doch niemand diese Anschrift!«
»Es steht dein Name drauf, ich habe es mir angesehen. Es ist für dich, Jan.«

»Dann los, ich bin neugierig, wer mir da was sendet.« Ich klappte den Rechner zu und folgte ihr ins Restaurant.

Auf dem Tresen lag ein Päckchen, kaum größer als ein Schuhkarton. »Das ist für mich?« Ich sah den Fremden in der abenteuerlichen Uniform an.
Der nickte, schickte einen Schwall von Worten hinterher, von denen ich nur meinen Namen verstand. Fragend sah ich zu Laura.
»Du sollst fünf Euro Nachporto bezahlen, sonst geht es zurück!«
Ich betrachtete den Absender. Maike Sörensen, die Büromaus! Sie hatte schon immer detektivische Fähigkeiten. Ich zückte die Geldbörse und legte einen Schein auf den Tresen. »Grazie«, der Mann sah mich erstaunt an. »Sag ihm bitte, das sind Erinnerung an die Vergangenheit, Laura.«
Er nahm das Geld und verzog sich.
»Ich gehe nach oben, bringst du mir einen Americano?« Im Zimmer angekommen öffnete ich das Päckchen, obenauf lag ein kurzer Brief.

Hallo Jan,

nicht einfach herauszubekommen, wohin du verschwunden bist.
Wir waren alle geschockt von deiner Kündigung. Der Chefredakteur sah sehr angefressen aus, als er es uns mitteilte.
Ich habe die Dinge von deinem Schreibtisch zusammengesucht und eingepackt.
Schade, dass du dich nicht verabschiedet hast. Melde dich, wenn es dir besser geht.

Alles Gute Maike

 

Ich war aufgeregt. Vorsichtig betrachtete ich den Inhalt. Das Washi-Tape, Geburtstagsgeschenke für Kollegen würde ich nicht mehr packen. Ein Stempelkissen, ein Prospekt vom Thermomix, dem ultimativen Küchenhelfer für Nichtköche. Ich musste grinsen.
Das kleine Segelschiff, eine Erinnerungen an den gemeinsamen Urlaub mit meiner zu früh verstorbenen Frau, den nicht enden wollenden Sandstrand. Der Reiseführer hatte uns in diese Bucht gelockt, frisch verheiratet und bis über beide Ohren verliebt genossen wir die Tage.
Das Fotoalbum, ich konnte mich noch genau an den Termin im Fotostudio erinnern. Sie hatte so reizend gelacht, eine glückliche Zeit!
Was war das, eine Werbeanzeige für einen Tripp-Trapp? Ein Päckchen Badesalz? Da hatte sich die gute Maike wohl vertan. Das gehörte bestimmt Elke, der verzückten Mutter. Meine Heimat trat wieder in mein Leben. Es überwältigte mich, da waren doch schöne Momente, Freunde, die ich plötzlich vermisste.
Es klopfte an der Tür. »Ja, herein!«
»Dein Americano«, Laura stellte die Kaffeetasse auf den Tisch und betrachtete das Sammelsurium.
»Schau mal, ich habe dir doch von Regina erzählt. Hier sind Fotos!«
»Ein hübsches Paar, du als junger Mann. Wie lange ist das her?«
»Ich muss nachdenken, 25 Jahre!«
»Tja, die Zeit ist leider nicht zurückzuholen. Alles in Ordnung mit dir?«
»Ja, den Aktenordner mit meinen alten Berichten werde ich wohl noch einmal wehmütig durchblättern, das Album bedeutet mir viel, die einzige Erinnerung an Regina, das übrige Zeug kann in den Müll.
»Dann komm runter, ich mache dir noch eine Wurstsemmel. Habe extra für dich Aufbackbrötchen einfliegen lassen.«
»Du bist ein Schatz, Brot das mir schmeckt in Italien, ein Wunder!«

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