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Leipzig – Donnerstag auf der Messe

Am Donnerstag in der Frühe ging es los. Ab auf die Autobahn in Richtung Leipzig. Abfahrt kurz nach acht. Ich hatte noch zwei Kollegen, Jobst Marenholz und Dorothe Reimann dabei, so verging die Zeit mit Gesprächen schnell. Um kurz nach eins Einchecken in der Unterkunft und dann mit der Bahn zum Messegelände. Herzblutwelten2Dort besuchte ich als erstes Medusa Mabuse und Marlies Borghold am Stand der Herzblut-Welten. Dies war der erste Messestand der Autoren-Gemeinschaft und sie waren vorher sehr aufgeregt, doch jetzt, nach Messebeginn hatte sich das gelegt.

Emma VioMein zweiter Besuch galt dem Meet&Greet von Viola Plötz alias Violet/Ava und Emma S. Rose auf dem SKOUTZ Stand. Hier war immer was los. Wir plauderten über die nächsten Tage, ihre Termine und so wurde ich an meinen in knapp einer Stunde erinnert.

Am Stand der Lieblingsautoren durfte ich Michael Meisheit ein paar Fragen stellen. Da das mein erstes Live-Interview war, konnte ich nicht von mirInterview Michael behaupten, die Ruhe selbst zu sein. Unruhig machte ich mich auf den Weg, doch schon bei der Begrüßung legte sich meine Nervosität. Eine halbe Stunde opferte er meinen Fragen. Danke noch einmal, lieber Michael.

Jetzt sah ich mich in Halle 5 genauer um, traf auf bekannte Gesichter und besuchte ein paar Kollegen. Ein kurzer Plausch mit Bernd Daschek, Autor und Lektor, und dann war der erste  Messe Tag fast vorbei.

pupnpupUm 18:00 Uhr war ich mit Kathrin Lichters und Viola Plötz am Ausgang verabredet.Wir wollten zum pub´n`pub und ich durfte mitfahren. Emma Wagner holten wir noch vom Bahnhof ab und dann begann ein schöner Abend.

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Interview mit Michael Meisheit – LBM

Interview MichaelAm Donnerstag hatte ich einen wichtigen Termin in Leipzig auf der Buchmesse.
Michael Meisheit hatte mir spontan einen Termin für ein Interview zugesagt. Aufgeregt begab ich mich zum Stand der Lieblingsautoren. Ich hatte mich wohl gut darauf vorbereitet, doch es war das erste von mir geführte Interview. Ihr könnt euch meine Nervosität sicher vorstellen.
Nach einer kurzen, freundlichen Begrüßung war es soweit, mein Live-Interview konnte beginnen

Hallo Michael, danke, dass Du dir die Zeit genommen hast, mir ein paar Fragen zu beantworten.

Ich habe ein bisschen recherchiert, und habe gesehen, dass Dich die Lindenstraße ja schon seit Beginn deiner beruflichen Karriere begleitet.
Ja ….
Zusätzlich hast Du auch bei Rote Rosen als Drehbuchautor mitgewirkt. Dann hast Du unter eigenem Namen Soap geschrieben. Die Leseprobe hat mir Lust auf mehr gemacht. Mit Kolleginnen hast du Anthologien geschrieben …
Ja … wenig, aber habe ich auch.
Jetzt unter dem Pseudonym Vanessa Mansini die L.I.E.B.E. Reihe. Da interessiert es mich, wie machst Du das mit dem Schreiben. Hast Du bestimmte Korridore, dass Du sagst, diese Woche nur am Drehbuch schreiben, nächste Woche ist Roman dran, oder verquickst Du das?

Die Lindenstraße ist ja immer noch mein Haupt-Job oder mein Brot-Job, wie auch immer man will. Da gibt es klare Deadlines, dadurch gibt es schon eine klare Strukturierung des ganzen Jahres. Es ist absehbar, wann was zu tun ist, da gibt es mehrere Fassungen. Die Erstfassung ist natürlich die meiste Arbeit. Dafür reserviere ich dann so und so viele Wochen. Dann sehe ich auch bald, wo zwischendurch einmal Platz ist, einen Roman zu schreiben oder an einem Roman zu schreiben. Dann teile ich das so auf. Natürlich kann es dann immer mal sein, dass wenn ich gerade an einem Roman schreibe, an der Lindenstraße etwas geändert werden muss, oder Regie-Besprechung ist, und danach etwas gemacht werden muss. Auch anders herum kann es sein, wenn ich am Drehbuch schreibe, wird gerade ein Roman fertig, und ich muss mir einen Tag Zeit nehmen, um zu Veröffentlichen. Das geht schon immer so hin und her, aber im Grunde habe ich Zeitkorridore.
Danke, hier meine zweite Frage.

Wenn ich richtig gezählt habe, hast Du seit Oktober letzten Jahres den vierten L.I.E.B.E. Roman veröffentlicht. Den Ersten zur Frankfurter Buchmesse, dann im Januar und Februar einen, und jetzt zur LBM den letzten. Schreibst Du die vor, und veröffentlichst Du die dann zu vorbestimmten vorgeplanten Zeitpunkten, oder ist Trixis Hochzeit wirklich in der kurzen Zeit entstanden?

Die sind alle in der Zeit entstanden, das ist auch schon ein wenig writing on demand. Dass ich mir ein Ziel setze, weiß, wo ich Zeit habe, auch schon mit einplane. Ich habe Testleser, dass die nochmal ihre Woche Zeit haben, um das zu Lesen, und dann gibt es natürlich auch noch ein Korrektorat. Das wir schon getaktet, ab einem bestimmten Punkt sage ich mir, dann und dann soll es rauskommen. Dann kann ich das steuern. Ich schreibe auch relativ gerne unter Zeitdruck, das ist für mich letztlich sogar einfacher. Wenn ich klare Deadlines habe, lasse ich mich nicht soviel ablenken, und arbeite dann auch ein Stück intensiver. Das ist auch einfacher, als wenn ich dann wieder raus bin und mich erst und mich wieder rein finden muss in die Arbeit. Zum Beispiel im Falschen Film, der erste Band, als E-Books habe ich da erst einmal sechs Folgen geschrieben mit je siebzig Seiten. Da ist alle zwei Wochen eine raus gekommen. Ich hab dann den Dritten, Vierten noch geschrieben, als der Erste schon veröffentlicht war. Das hat auch Spaß gemacht, Leser konnten dann da Gewinnen, dass sie da mitspielen. Da konnte ich interaktiv was machen. Das mache ich eigentlich gerne.

Das ist ja ein Stichwort, das Interaktiv. Ich habe gelesen, dass Du diese ersten Geschichten mit Lesern zusammen im Blog entwickelt hast. Ist das eine spannende Erfahrung, bringt das was?

Das war aber tatsächlich bei Soap. Da habe ich Kapitel teilweise vorab veröffentlicht. Habe Feedback aufgenommen und nochmal wieder eingearbeitet. Das sind immer so kleinere Sachen, es ist nicht so, dass ich die ganze Geschichte mit Lesern dabei gemacht habe. Oder bei »Nicht in meiner Welt«, das war ja meine erste Geschichte als Vanessa Mansini, das war vorher ein Blog, bei dem ich auch alle drei Tage einen neuen Beitrag geschrieben habe, da konnte ich dann wirklich die Reaktionen der Leser, die im Blog kommentiert haben, aufnehmen. So ein bisschen Interaktivität macht auf jedem Fall großen Spaß. Hat aber seine Grenzen. Die Leute wollen auch nicht zu weit interagieren. Also, bei so grundsätzlichen Sachen, wie wer sich kriegen soll, da reden sie gerne mit. Man kann auch Namen auswählen lassen. Was auch ganz gut funktioniert hat, ist, dass sie mitspielen konnten. Die Rolle gab es in irgendeiner Form schon, es war ein kleiner Auftritt. Da brauchte ich dann einen Mitarbeiter im Fitnessstudio zum Beispiel, dem habe ich dann den Namen von dem Gewinner gegeben, ihn auch so beschrieben, wie den Gewinner, der hat mir dann noch zwei, drei Kleinigkeiten über sich selber gesagt, das habe ich dann mit eingebaut. Immer natürlich wohlwollend, dass die Leute das auch gerne jemandem zeigen, nicht mehr als eine Szene oder auf einer Seite. Das kam immer sehr gut an. Da wollten sie immer mitmachen.

Danke, das war eine Frage, zu der Du mich inspiriert hast, jetzt habe ich nur noch eine. Das ist ja wirklich viel Arbeit, was Du da hast. Drehbücher schreiben, Romane schreiben, am Set sein, teilweise … bist Du nicht so oft, ok. Aber Messen, Lesungen, wie packt man das alles ins Familienleben?. Du hast zwei kleine Kinder …

Ja, das ist nicht leicht, Dietmar. Man braucht auf jedem Fall eine Frau, die das mitmacht, und es auch von ihrer beruflichen Situation her machen kann. Sie ist auch selbstständig als Sprecherin und ist von daher flexibel. Gerade wenn ich mal ein paar Tage weg bin, kann sie auch kucken, dass sie in der Zeit weniger arbeitet. Anders herum bin ich auch flexibel. Wenn ich dann da bin, und sie hat Spontanjobs, kann ich immer reagieren. Mit dem Schreiben kann ich aufhören, das is dann nicht so schlimm, und kann die Kinder abholen. Es ist schon gut, da ein gut eingespieltes Team zu haben, und mir ist schon auch wichtig, dass, wenn es irgendwie geht, die Wochenendenden auch der Familie gehören. Klar kommt es vor, das eine Messe ist, oder eine Deadline unbedingt eingehalten werden muss. Dann sage ich ma, ich muss auch eine Vormittag sonntags arbeiten, aber in Grunde sind die Wochenenden tabu. Da sind die Kinder auch da, dann haben die nicht so das Gefühl, dass keiner für sie da ist. Ich bin ja auch immer da, arbeite von zu Hause, krieg schon viel mit.

Klar, auch wenn Du schreibst, können sie dich ansprechen. Danke, dass Du dir die Zeit genommen hast. Ich wünsche Dir noch schöne Messetage.

TrixisFür die, die neugierig geworden sind.

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Messevorbereitungen …

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Hallo Freunde.

Die wichtigsten Vorbereitungen für den Besuch der Messe sind endlich erledigt.

Mit dem Vermieter die frühe Ankunft abgesprochen und die Verkehrsverbindungen zur Buchmesse abgeglichen.
Mit den Mitfahrern den Zeitplan abgestimmt, wir sollten Mittags in Leipzig sein, also noch etwas die Messe besuchen können.

Vorab natürlich für die Karte und die Events am Abend gesorgt.

LeserpartyTicketvisten

 

 

 

Nur noch den Koffer packen, dann kann es losgehen.

Ich verspreche Euch, ich halte die Augen offen und frage nach Goodies für alle die, die nicht in Leipzig sein können. Mal sehen, was ich alles für Euch ergattern kann.

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Auslosung Truelove Storys

Verlosung2

Die Zeit ist um, ich habe ausgelost.

Die Gewinner der Truelove Storys sind …

Yvonnes Lesewelt
Kathrin Zimmer
Sonjas Bücherecke und
Anja Abendrot

Bitte schickt mir die Anschriften per Mai.
freunde@dietmar-hesse.de

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Lesen.

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Erst denken – dann schlachten

Dennis steht in der Küche und betrachtet sorgfältig seine Auswahl der Zutaten für das Gericht. Ein Lächeln schleicht sich bei dem Gedanken an Sina auf das Gesicht. Mit viel Liebe hatte er das Rezept ausgewählt. Sie erzählte ihm einmal, dass sie Kaninchen mag. So versucht er, ihren Geschmack zu treffen. In Honig Estragonwürze, das sollte ihr schmecken. Er hatte extra, um auch alles frisch auf den Tisch zu bringen, den Opa gefragt. Der führte ihn zum Kaninchenstall.
»Such Dir eins aus, der dahinten ist fett genug.«
»Dann nehme ich den. Bereitest Du ihn vor? Abziehen, ausnehmen?«
»Klar doch, meen Jung. Für Dich tu ich das gerne.«

Er war gut vorbereitet. Ihr Liebeslied auf den Lippen macht er sich an die Arbeit. Hier noch etwas würzen, dort einen Teelöffel Wein dazu, abschmecken, es ist ihm gelungen. Er deckt den Tisch, sein bestes Geschirr holt er aus dem Schrank. Kerzen und Blumen stehen in der Mitte. Er betrachtet das Werk, sie kann kommen!
Wie aufs Stichwort klingelt die Glocke, Dennis schaut im Flur in den Spiegel, alles in Ordnung. Vor der Tür steht Sina und lächelt ihn an.
»Hi, hast Du Hunger mitgebracht?«
»Ich könnte schon was Leckeres vertragen.«
Er nimmt ihr die Jacke ab und führt sie ins Esszimmer.
Erstaunt betrachtet sie das Szenario und setzt sich auf den von ihm angebotenen Stuhl.
»So viel Mühe, dass war nicht nötig. Ich dachte, wir machen es uns gemütlich und bestellen eine Pizza.«
Dennis friert innerlich, doch er lächelt tapfer weiter.
»Moment, ich hole das Essen.«

Sina schaut auf ihren Teller, dreht das Fleisch mit der Gabel um und läuft weis an.
»Was ist das für ein Tier?«
Er ist verunsichert. »Kaninchen, Du hast gesagt, du magst das.«
»Iiih, bei mir zu Hause im Stall, aber doch nicht zum Essen, Du Idiot!«
Sie springt auf und rennt zur Tür, greift sich ihre Jacke und vor dem endgültigen Verschwinden schreit sie noch schrill »Du Tier-Mörder!«
Verdutzt und erschrocken steht Dennis vor seinem Werk. Was hat er falsch gemacht?

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Ein schöner Tag – Dorothte Reimann

 

DoroEine Liebe Kollegin mit einer neuen Kurzgeschichte.

Hier packt sie ihre Leidenschaft für blutrünstige Momente in eine Geschichte.

 

 

Draußen schien die Sonne und der Himmel war klar. Eine atemberaubende Schönheit betrat den Saloon, Hüften schwingend, auf ihren hohen Schuhen. Leila war es gewohnt, dass sich alle nach ihr umdrehten und die Männer mit offenen Mündern da saßen, wenn sie erschien. Doch der Saloon war leer, bis auf einen Kunden, der an der Bar saß und trank.

Stagger Lee. Der eigentlich im Knast sitzen sollte, wegen Doppelmordes. Er hatte seinen Freund Billy getötet, und auch die Tochter von Mike, dem Besitzer des Saloons. Sie erstarrte. Mike. Wo war Mike?
Ohne Stagger Lee zu beachten, machte sie einige schnelle Schritte hinter die Bar. Dort! Mike!
„Oh mein Gott!“ keuchte sie. „Ich kann nicht glauben, dass er tot ist!“
„Nun“ ,meinte der Mann, der sich an der Bar in aller Ruhe einen Whiskey nachgoss. „Zähl doch einfach die Löcher in seinem Kopf.“
Sie fuhr herum. „Du warst es?!“
Er zuckte mit den Schultern und schien mit seinem Glas zu sprechen. „Er hat mich beleidigt!“ Der Whiskey bewegte sich leise im Glas und er fügte hinzu: „Jetzt ist es sowieso egal.“ Wie ein trotziges Kind sagte er das.

Sprachlos starrte sie ihn an, doch er zeigte keine Reaktion. Erst als Stagger Lee hörte, wie sich die Tür hinter ihr schloss, schien er zu erwachen.
Langsam um den Tresen herumgehend, nahm der Mann das ganze Ausmaß seiner Tat wahr. Der Barkeeper schien in seinem Blut zu schwimmen. Sein Gesicht war grau, doch die Augen waren geschlossen, es lag ein ernster Zug um seinen Mund. Kein Erschrecken. Sein Mörder fand ihn ein wenig- enttäuschend. Ja, so könnte man es ausdrücken. Fast als habe sein Opfer keine Angst gehabt.
Genauso hatte Mikes Tochter ausgesehen, als er sie tötete. Keine Panik, kein Erschrecken. Er war im Blutrausch gewesen, nach dem Mord an Billy, und sie kam ihm in die Quere. Mike, der seine Tochter schreien hörte, kam heran und schlug Stagger Lee zu Boden. Niemanden hätte es gewundert, wenn Mike ihn totgeprügelt hätte, doch der Barkeeper schlug ihn nur nieder und wartete, bis der Sheriff kam.

***

Stagger Lee war in die Bar hinein gekommen mit den Worten: „Ich bin wieder da.“ Und er hatte sich gesetzt. Der Mann hinter der Bar, Lee hatte seinen Namen lange vergessen, sah ihn nur an.
„Na, Alter, weißt Du noch, wer ich bin?“
„Verdammt, jeder in der Stadt weiß wer Du bist, Mörder!“ Der Barkeeper zündete sich eine Zigarette an und fragte dann: „Haben sie Dich schon rausgelassen?“

Der Mann, den er als Mörder bezeichnet hatte, schwieg. Im gleichen Moment kam ein halbwüchsiger Junge aus der Nachbarschaft hinein gestürmt.
„Hast Du schön gehört, Mike? Der Mörder ist wieder draußen! Pass bloß auf, mit Dir hat er doch auch noch eine Rechnung offen!“

Die Tür schlug mit einem lauten Knall zu. Der Junge war weg.

Mike, genau. Das war der Name des Toten gewesen. Aber jetzt hatte er keinen Namen mehr.
“Genau wie ich”,dachte der Mörder und trank seinen Whiskey.

Mike hatte ihm die Flasche hingestellt und gemeint: “Bedien Dich, Mann.“ Mehr nicht. Dann hatte sich seinen Barkeeper Tätigkeiten zugewandt.

Der Whiskey war gut. Träge bewegte sich die Flüssigkeit im Glas, wenn er eingoss. Nach einer Weile sah Stagger Lee wieder Mike zu, wie dieser Gläser spülte und abtrocknete.

Mike war ruhig. Selbst wenn jemand vor ihm saß, Whiskey trank und eine verdammt große Rechnung mit ihm offen hatte, er war ruhig.

Genauso ruhig wie der Mörder seiner kleinen Tochter, der jetzt in die Tasche fasste, einen Revolver zog und abdrückte. Fünf Mal. Sechs Mal, bis es klickte. Dann trank er weiter. Der Sheriff würde kommen.

Es hätte ein schöner Tag werden können…

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Bis hier her… und noch weiter

Liebe Freunde, ein Roman von einer bezaubernden Autorin. Merleen Reichenberg hat einen neuen Liebesroman Roman herausgebracht.
Ich werde ihn lesen, und hier kommentieren.
Bin gespannt auf eure Reaktion.

Marleen1

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Meet & Greet

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Am Freitag war es endlich soweit. Lange genug hatten wir gewartet.

Pünktlich wurden wir rein gelassen und wann gehts losWir waren viele. Vor der Tür zogen wir uns brav die mitgebrachten Kuschelsocken an und betraten erwartungsvoll die Räumlichkeiten. An der Tür begrüßte uns Anya Omah, zeigte uns das kalte Büffet, die bereitgestellten Getränke und bat uns in den großen Raum am Ende des Ganges.
Bevor ich mich dort umsehen konnte, drückten mich Kathrin Lichters und Ava Innings herzlichst.
SchildAls wir uns alle versammelt hatten, verteilten die Autorinnen an jeden eine Tüte mit Goodies und einem bezaubernden Namensschild. Das vereinfachte es natürlich enorm, den Gegenüber mit Namen anzusprechen.

Autorinnen_erfreut

Dann begrüßten sie uns gemeinsam. Das Event konnte beginnen.

Wir suchten bekannte Gesichter, plauderten mit Fremden und natürlich auch mit den Autorinnen. Es wurde viel gelacht, der Abend war schon zu dieser frühen Stunde ein voller Erfolg. Selbstverständlich hatten die Gastgeber ihre Bücher dabei, und wer wollte, konnte sie von ihnen kaufen und gleich signieren lassen.

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Ich liebe Dich

»Womit habe ich ein Zauberwesen wie Dich nur verdient?«

»Du stelltest mir vor zwei Jahren die richtige Frage.« Miriam strahlte übers ganze Gesicht.
»Du hast ja gesagt, es eben vor allen im Gottesdienst wiederholt und mich zum glücklichsten Menschen im Universum gemacht. Wir gehören zusammen.«
Stolz entließen wir vor der Kirche den Luftballon in den Himmel, an dessen Schnur die Karte mit all den Wünschen für gemeinsames Glück hing.
Die Feier mit Freunden sollte ein Vorschuss auf die vielen wunderbaren Momente sein, die wir von der Zukunft erträumten. Zum Höhepunkt des Abends sang die Dame auf der Bühne mit der Federboa und dem zauberhaften Kleid unseren Song. Wir tanzten dazu, lachten aus vollem Herzen und schwebten im siebenten Himmel.
Alle Gäste waren schon gegangen, als wir den Saal verließen. Das Schneegestöber der letzten Tage hatte aufgehört, bei fünf Grad unter null zitterten wir um die Wette. Ich legte mein Jackett um ihre Schultern, der Sternenhimmel funkelt berauschend nur für uns.
Für die Buchung der Hochzeitsreise gingen wir in ein Reisebüro. Zwei Wochen Hawaii, den Surfern zuschauen und die Sonne genießen. Doch bevor wir in den Flieger steigen konnten, schlug das Monster Krankheit unerbittlich zu.
Zuerst war es nur ein Druckgefühl an ihrer Wirbelsäule, dann klagte Miriam darüber, ihre Füße nicht mehr zu Spüren. Wir schalteten den Hausarzt ein, der meine Frau sofort ins Krankenhaus überwies.
Jetzt sitze ich schon eine Stunde hier vor dem Untersuchungsraum. Die Sorge um Miriam wird immer größer. Eine Krankenschwester öffnet die Tür und schiebt sie im Rollstuhl zu mir. Sie begegnet dem fragenden Blick mit einer Mauer aus Schweigen.
Ein Arzt nimmt mich zur Seite. »Ein Geschwür an einer unglücklichen Stelle zwischen zwei Wirbeln drückt auf die Nerven, das ist der Grund, warum Ihre Frau die Beine nicht mehr spürt.«
»Ist sie gelähmt? Nennen Sie es doch beim Namen!«
 
»Nun mal langsam, wir haben morgen noch einige Untersuchungen durchzuführen. Erst dann können wir Genaues sagen. Lassen sie ihr Zeit, das zu verarbeiten.«
»Was geschieht nun? Meine Erfahrungswerte bezüglich dieser Situation sind gleich null.«
»Nehmen Sie sie mit nach Hause, sie muss sich ausruhen und braucht Sie jetzt.«
»Ich verstehe, ich kümmere mich um sie.«
»Morgen um neun sehen wir uns hier, bitte seien Sie pünktlich.«
Daheim angekommen trage ich sie zum Bett und decke sie mit ihrer Fleecedecke zu. Ihr Blick ist starr nach oben gerichtet.
»Darf ich etwas für Dich tun? Hast Du Hunger? Ich könnte Dir deine heißgeliebten Tortellini zubereiten.«
Miriam bleibt stumm. Ich bin verzweifelt. Die Türklingel lässt mich aufschrecken und der Lampenschirm der Nachttischlampe geht dabei zu Bruch. Wer will jetzt was von uns? Der Paketbote bringt ihr ein Päckchen, auf dass Miriam schon wartet. Sie hat vor ein paar Tagen ein Buch bestellt. Gestern noch hätte sie sich riesig über einen signierten Roman ihrer Lieblingsautorin gefreut.
Wieder im Schlafzimmer angekommen sehe ich, dass sie eingeschlafen ist. Ich ziehe ihr wenigstens die Schuhe und Cordhose aus bevor ich mich dazulege, doch ich bekomme kein Auge zu. Wirre Gedanken kreisen in meinem Kopf. Miriam schläft wie ein Murmeltier. Vielleicht hilft ihr die Ruhe und ich dringe später zu ihr durch. Um sieben erklingt Musik aus dem Radiowecker. Zeit zum Aufstehen wenn wir pünktlich im Krankenhaus sein wollen. Zärtlich streiche ich ihr über die Wangen und gebe ihr einen Kuss.
»Guten Morgen, mein Engel«, flüstere ich ihr ins Ohr. Miriam öffnet ihre Augen und schaut mich mit einem Lächeln an. »Hallo geliebter Mann, was ist das für ein Wahnsinn. Denkst Du wirklich, das mit uns hat eine Zukunft, mit mir im Rollstuhl?«
»Das ist die Übelste aller Prognosen. Noch wissen wir nicht genau, wie es weitergeht, aber was ist das für eine Frage? Ich käme niemals auf die Idee, dass diese Sache etwas an meinen Gefühlen ändern könnte. Ich liebe Dich wie am ersten Tag. Komm, wir machen uns bereit für die Untersuchung. Dann erfahren wir mehr, ich bleibe für immer Dein angetrauter Ehemann, in guten wie in schlechten Zeiten, haben wir uns versprochen.«
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Lebensweg

Lebensweg

Ich sitze am See, schaue dem Schwanenpärchen zu, die sich führsorglich um den Nachwuchs kümmern, und gehe in Gedanken meinen Weg entlang. Den bereits abgeschrittenen, den vor mir liegenden und den, auf dem ich gerade wandele. In mich versunken lasse ich ein Blatt am Stiel zwischen den Fingern kreisen. Schnell versinke ich im Nebel der Vergangenheit.
Es war eine wilde Zeit, vollgestopft mit Spaß, Feten, rumhängen in Bars und heißen Touren auf dem Sozius von Daniels Harley. Rockerbraut, wurde mir von früheren Freunden nachgerufen, wenn wir durch die Straßen kurvten. Es war so ein befreiendes Gefühl, hinter ihm zu sitzen, den Abend, die Landschaft zu genießen und den Fahrtwind in den Haaren zu fühlen.
Beim mitternächtlichen Chillen am Tresen der Tankstelle ereilte mich die Hiobsbotschaft. Er hatte auf dem Weg zu uns einen schweren Unfall. Ein Typ in einem SUV sah ihn zu spät und konnte nicht mehr bremsen. Auf der Maschine hatte Daniel keine Chance. Peng, Crash, Dunkelheit!
Mir wurde schwarz vor Augen, bei dieser schrecklichen Nachricht. Ich holte gemeinsame Momente aus der Erinnerung wieder hervor. Die Fahrten über die Hügel durch den Sonnenschein, Abende bei Bier und Wein mit Freunden, sein von Herzen kommendes Lächeln. Immer, wenn ich ihm von meinen Ängsten erzählte, dem eigenartigen Gefühl, wenn er alleine durch die Gassen fegte, fing er nur schallend an zu lachen.
»Mir passiert schon nichts, ich brauche höchstens mal ne Wundsalbe, falls ich mich beim Schrauben verletze. Bin doch kein Milchbubi!«
Im Krankenhaus erfuhr ich nur, dass er im Koma liegt. Die Stationsschwester druckste zuerst rum, als ich ihr die Situation erklärte, sah sie bei dieser Auskunft sehr betrübt aus.
Jeden neuen Tag versuchte ich, etwas über seinen Zustand in Erfahrung zu bringen, ihn zu sehen, doch man sagte mir nur, dass kein Besuch erlaubt sei.
Eine Woche später traf die schockierende Nachricht ein. Aus! Er hatte den Kampf verloren. Ich sackte vor dem Monitor zusammen. Ab dem Moment verweigerte ich für lange Zeit alle Art von gesellschaftlichem Vergnügen. Klar, er war nicht mein Loverboy, aber er war ein guter Freund. Ich grübelte den ganzen Tag und im Job funktionierte ich, ohne nachzudenken. Kein Lächeln konnte zu mir dringen. Beim Frühstück verschüttete ich den Inhalt der Kaffeetasse auf der Tischdecke,die Konzentrationsfähigkeit ging gegen Null. Innerlich fühlte ich mich ausgedörrt, vertrocknet eben.
Als ich einige Wochen später noch einmal zum Treff der Clique stieß, hörte ich, dass die Freizeitrocker feilschten, wie auf einem Sklavenmarkt. Wer bekam die Soziusbiene?
Ich stand auf, und verließ den Laden und begann ab dem Zeitpunkt ein anderes Leben.

Der Schrei eines Vogels dringt durch in meinen Gedankenfluss. Nur langsam finde ich ins Jetzt zurück und benommen betrachte ich die Umgebung. Der See, die Schwäne umsorgen noch immer die Küken. Steif erhebe ich mich und beginne zu zittern. Es ist kalt, ich beschließe, nach Hause zu gehen um ein entspannendes Bad zu genießen. Unterwegs stoppe ich an einem einen Supermarkt, eine Flasche Prosecco besorgen. Auf dem Gang laufe ich fast in einen Einkaufswagen, den eine ältere Dame mittig platziert hat. Die stöbert am Grabbeltisch im Angebot herum.
Daheim angekommen bereite ich alles für mein Wellnessbad vor. Duftkerzen auf dem Wannenrand, ein Sektglas, leise Musik im Hintergrund. Das E-Book mit einem Liebesroman lege ich griffbereit auf die Fensterbank. Dann lasse ich mir ein Schaumbad ein. Zauber des Orients steht auf der Flasche. Das klingt verführerisch.
Ich ziehe die Kleider im Schlafzimmer aus und betrachte mich im Badspiegel. Eine Hübsche, selbstbewusste Frau schaut mir entgegen. Ich lache sie an und steige langsam in die Wanne. Schon ein wenig entspannt und erfüllt von der wohligen Wärme des Wassers schenke ich mir Prosecco ein. Ich schalte den Reader an und genehmige mir einen kräftigen Schluck. Das wunderbare Aroma umschmeichelt prickelnd meinen Gaumen. Beim Lesen der ersten Zeilen lasse werde ich in ein anderes Leben entführt. Ab und zu am Glas nippend tauche ich immer tiefer ein in die Geschichte um Liebe und Intrigen, Zärtlichkeit und Geborgenheit.
Mir ist kalt. Ich fühle Streichelszenen und Wärme, doch ich friere. Was geschieht mit mir? Langsam dringt die Wirklichkeit wieder ins Bewusstsein. Die Wanne, wie lange schmökere ich hier schon verzückt im Buch? Ich steige tropfend aus, werfe mir den flauschigen Bademantel über und kuschele mich hinein.
Irgendwie mag meine Seele heute gerne in ferne Welten entfliehen. Erst die Vergangenheit, jetzt in eine Illusion. Sollte ich in der Nacht noch von einer grandiosen Zukunft träumen, wache ich morgen bestimmt mit einem großen Grinsen auf.
Das Leben ist etwas wunderbares, da kann auch die Nachtcreme, die mich von der Ablage her anzugrinsen scheint, nichts dran ändern!