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Zwillingsgeburt – Sommer und Mehr – Sommer und noch Mehr

Die Zeit des Wartens hat ein Ende, beide Anthologien könnt ihr jetzt kaufen!

Sommer_und_Mehr

Die Autoren Band 1 – Sommer und Mehr:
Alexander Courz – Alexander Frost – Alexander Grun – Christine Kayser – Claudia Wieland – Curly Sue Glander – Dorothe Reimann – Erik Huyoff – Franziska Witt – Hilde Willes – Liandra diLuna – Lyl Boyd – Manuela Efthimiadis – Marion Kreft – Mila EnWood – Nicol Lange – Peter Caprano – Sabine Kohlert – Sam Freythakt – Susanne Ulrike Maria Albrecht – Sybille B. Lindt – Tina Reinhardt – Tuula Schneider – Willie Benzen

Sommer_und_noch_MehrDie Autoren Band 2 – Sommer und noch Mehr:
Agnes M. Holdborg – Arvid Zaremba – Bernd Daschek – Dietmar Hesse – Gabi Büttner – Grete B. – Helga Henschel – Ilse Campell – Jennifer Heine – Katharina Rambeaud – Linda Marie Haupt – Lotte R. Wöss – Malgorzata Rosenblatt – Marena Jovic – Maruschya Markovic – Medusa Mabuse – Nadin Brunkau – Neal Skye – Rodolfo Nicola – Sandra Karin Foltin – Silvia Nagels – Uwe Tiedje – Walter Zeis

Sommer und Mehr. Eine Anthologie für einen guten Zweck ist ab heute im Handel.
Ein Thema, das der Fantasie viel Spielraum lässt. 47 Autorinnen und Autoren aus dem Autoren Netzwerk haben sich darauf eingelassen. Herausgekommen sind 39 Kurzgeschichten und acht zauberhafte Gedichte.
Verpackt in zwei Bücher ist es das Lese-Erlebnis für den Sommer. Ob am Strand, im Liegestuhl am Pool oder am Abend  auf dem Zimmer, Kurzgeschichten zum Thema Urlaub gehen immer und zwingen keinen, Stundenlang dabei zubleiben. Genau das Richtige für die Unterhaltung zwischendurch!

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Wildrosengeflüster – Alexandra Schumann

WildrosengeflüsterKlappentext:

Annas Ende naht. Im Abschiedsbrief an ihre Enkelin Bella offenbart sie Geheimnisse, die ihre Familie und auch sie selbst betreffen. Schließlich muss Bella eine wichtige Entscheidung treffen

Eine alte Frau spürt das näher kommende Ende, sie entschließt sich, für die Nichte noch einmal alles vor sich Revue passieren zu lassen.
Ein letztes Mal schreibt sie eine Geschichte, ihre Geschichte! Sie holt sich leere Blätter und Federhalter, beginnt, jenes zu Papier zu bringen, was sie der Liebsten nie erzählt hat. Die schlechten, grausamen Momente ihres langen Lebens genauso, wie die glücklichen, die voller Zufriedenheit.

So startet ein Roman, den ich mir eigentlich anders vorgestellt habe. Ich dachte an eine Liebesgeschichte, ein Auf und Ab, natürlich mit Happyend. Die Autorin schickt mich in völlig neue Gefilde. Ich gebe betroffen zu, es ist das erste Buch, das ich von ihr las. Es ist bestimmt nicht das Letzte!
Der Buchinteressierte sollte sich nicht nur vom Cover verführen lassen. Ein Blick in den Klappentext schafft bessere Eindrücke!

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Veröffentlicht in IndieAutorChallenge, Kurzgeschichten

KW 26 | Ava Innings nominiert von Kerstin Steiner

ChallangeNominiert wurde Ava Innings von Kerstin Steiner Autorin und mit Kerstins 15 Wörtern war es nicht immer einfach, aber lest selbst.

1. Weltmeister – 2. Flaschenhals – 3. Zecke – 4. Rotkehlchen – 5. Fußmatte – 6. Scherben – 7. Sondermüll – 8. Wettervorhersage – 9. Professor  – 10. Wunderkerze – 11. Würfel – 12. Leopard – 13. Baumarkt – 14. Mexiko – 15. Pop-Up-Pool

Gott, wie ich diesen Anblick liebe und ich bin die Einzige, die ihn so zu sehen bekommt, denn er ist nun einmal eitel. Doch ich finde es sexy, wenn Brad seine Brille trägt. Professor-Chic nennt man das vermutlich oder Nerd-Chic? Keine Ahnung, aber nie im Leben würde man darauf kommen, dass er Weltmeister im Surfen ist, wenn man ihn so sieht. Aber genau deshalb sind wir hier in Mexiko. Hier gibt es nämlich nicht nur Skandale rund um Aufbereitungsanlagen von Sondermüll und Tequila sondern auch jede Menge guter Wellen. Theoretisch jedenfalls, denn im Moment ist hier tote Hose. Da hilft es auch nichts, dass Rory bereits zum zehnten Mal an diesem Tag den Forecast checkt.
„Schau mal lieber nach, wie das Wetter wird“, fordere ich ihn auf und setze mich neben ihn. Er wirkt frustriert und unruhig. Klar, er hat drei Tage lang keine Welle genommen und da wird er immer etwas mürrisch.
„Die beschissene Wettervorhersage interessiert mich nicht“, brummelt er. Er ist so süß, wenn er schmollt.
„Aber mich. Ich meine, natürlich können wir hier rumhängen, aber wir könnten auch einen Ausflug machen und …“
„Du willst uns nur von Red Robin weglocken“, mutmaßt er. Das Rotkelchen … ich verdrehe die Augen. An die habe ich gar nicht mehr gedacht.
„Ach, ich weiß, dass ihr nicht auf den Leopard steht …“
„Den Leopard? Du bist so geil, Joe.“ Rory lacht sich schlapp und ich frage mich, was ich jetzt schon wieder gesagt habe, um ihn zu belustigen. Erst gestern hat er sich königlich über meine Tollpatschigkeit amüsiert, als ich mit der Zerstörungskraft einer Atombombe den Speisesaal verwüstet habe. Das Personal wird auch in fünfzig Jahren noch an mich denken, wenn sie Scherben finden. Zum Glück haben sie verhindert, dass ich mich mit dem Flaschenhals erdolcht habe, indem sie mir verboten haben beim Aufräumen zu helfen. Gestern war echt nicht mein Tag. Ich hatte so heftige Migräne, dass ich dachte, mir würde der Kopf platzen.
„Was ist so lustig?“, erkundigt sich Brad, legt sein Buch beiseite, erhebt sich und kommt zu uns rüber. „KW 26 | Ava Innings nominiert von Kerstin Steiner“ weiterlesen

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Autoren Workshop Toskana

Reihe6Ich war eine Woche in der Toskana. Entspannung pur, ein anderes Lebensgefühl, aber auch Schreiben, interessante Gespräche und wunderbare Momente mit den Kolleginnen und Michael, unserem Mentor.

 

Ein Autoren-Workshop der besonderen Art in einer wundervollen Landschaft.
Nach elf Stunden Fahrt endlich da. Die Räume der Unterkunft bewundern, Schlafräume verteilen und das erste Essen in Italien. Ein kleines, niedliches Lokal in Seggiano, dem nächstgelegenen OrtP1040485. Ein gemütlicher Abend zum Abschluss eines langen Tages auf den Autobahnen Europas. Ein wenig hatten wir uns ja schon auf der Autofahrt kennengelernt.

Am nächsten Morgen begannen wir mit dem, warum wir gekommen waren,. Dem Schreiben in entspannter Stimmung und wundervollen Umgebung. Mit viel Kaffee, einer Zigarette, dieses Laster teilte ich mit einer bezaubernden Kollegin, P1040624_jiging das locker in die Tastatur. Die Damen entdeckten dafür die die Terrasse vor der Küche auf ihrer Wohnebene. Ich hatte ein Zimmer mit einem netten Vorplatz für den Morgen, nachmittags, mit der Aussicht auf die Hügel, schrieb ich unter einer Eiche.

P1040879An der frischen Luft machte das  Arbeiten riesigen Spaß. Das Wetter war in der Woche unser Freund, die Regen-Meldungen aus der Heimat konnten uns die Zeit nicht vermiesen. Schreibplatz Eiche

 

 

 

Wir haben nicht nur gearbeitet. Es wurden Ideen ausgetauscht, Erfahrungen als Selfpublisher besprochen und Zeit für zwei Ausflüge hatten wir auch. Auf eine wunderbare Landschaft trafen wir im Val d’Orcia, nicht umsonst ein Weltkulturerbe. Die richtige Umgebung für Postkarten.

Kapelle5

Gegessen haben wir natürlich auch. An einigen Tagen versorgten wir uns selbst. An einem Abend wurden wir von Michael entführt. Über Waldwege tief hinein in die Berglandschaft. Die letzten Meter mussten wir zu Tonis Reich, dem wunderbaren Menschen, der uns auftischte, zu Fuß zurücklegen.P1040861_ji
In wunderbares Ambiente erwartete uns. Das Essen ist nicht mit Worten zu beschreiben.
Als es dunkel wurde, verzauberten die Elfen mit ihren Lichtpünktchen den Wald.

Es war eine rundum gelungene Reise. Gute Gespräche, interessante neue Blickwinkel, für mich ein Plot und die ersten Seiten eines Romans, ich konnte von dem „Urlaub von der Wirklichkeit“ nicht mehr erwarten.

Danke Andrea, Bettina und natürlich Michael, dem Chefe für die tollen Tage.

Habe ich Interesse erweckt? Schaut mal bei Arte Vio, da erfahrt ihr alles über die nächsten Termine. Doch … eine Tour im nächsten Jahr ist wieder unsere!
Zum Abschluss noch ein entspanntes Lächeln von mir für euch alle.

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Dich schickt das Himmelreich – Mia Leoni

Himmelreich5Amors´Five – Der fünfte Teil der Himmelreich-Reihe.

Geschrieben wurde die Pentalogie von fünf  Autorinnen.

Himmelreich mit kleinen Fehlern
von Emma Wagner

Tausche Himmelreich gegen große Liebe
von Lana N. May

Himmelreich und Honigduft
von Jo Berger

Sieben Minuten Himmelreich
von Violet Truelove

 

Das Cover ist, wie bei allen Romanen aus der Reihe, ein Augenschmaus. Da hat mittelpunkt wieder einen sehenswerten Eyecatcher erschaffen.

Zusammen mit Valentina, Lisa, Schoscho und Maike ist Cleo entschlossen, endlich das Geheimnis zu lüften. In diesem fünften und abschließenden Teil der Himmelreich Geschichten beschreibt sie ihr in letzter Zeit aus dem Ruder gelaufenes Leben in München sehr offen und anschaulich. Den Verlust der Arbeitsstelle, das Ende ihre Beziehung und ihren Absturz ins Nichts.
Sie hat mit ihren Freundinnen in Himmelreich noch etwas zu erledigen, sie müssen die Hintergründe von Natties Selbstmord aufklären. Die war die Sechste im engen Kreis der Clique, und der Kerl, der sie in den Tod getrieben hat, soll dafür büßen. So wird der Ort ihrer Jugend zu einem Flucht und Ruhepunkt.

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Coffeegirl meets Mr. Hot&Sexy

coffeegirl_autCoffeegirl meets Mr. Hot&Sexy
Kerry Greine und Ben Bertram

Klappentext:
Clara wünscht sich eigentlich nur einen entspannten Urlaub auf ihrer Terrasse, den sie mit einem Stapel Bücher verbringen möchte. Doch bereits am ersten Urlaubstag wird sie frühmorgens von lautem Krach geweckt, der aus dem Nachbargarten herüberdröhnt.
Bei einer peinlichen Begegnung an der Hecke lernt Clara den Verursacher des Lärms kennen – den heißen Gärtner, ihren persönlichen Mr Hot & Sexy.
Von nun an ist an Entspannung nicht mehr zu denken. Die Funken, die zwischen Clara und Jacob sprühen, könnten einen Waldbrand in Gang setzen.

Das Cover ist für mich gelungen. Es weckt im Betrachter Erwartungen, die der Inhalt voll erfüllt. Also keine Mogelpackung. Auch der Klappentext verrät mir gerade so viel, um Neugierig zu werden.

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Sieben Minuten Himmelreich – Violet Truelove

Himmelreich4Klappentext:

Maike gilt unter ihren Freundinnen als besonnen und vernünftig, jedenfalls bis ihr Untermieter Steve sich in ihr Herz schleicht. Der Frauenheld ist in Sachen Beziehung ein Totalausfall und dennoch ist Maike ihm nach einer einzigen Nacht hoffnungslos verfallen. Der wichtigste Mann in ihrem Leben ist allerdings ihr sechsjähriger Sohn Leon, und deswegen kommt Steve als Partner nicht in Frage. Aus der verworrenen Situation flüchtet Maike nach Himmelreich und widmet sich den Nachforschungen rund um den Tod ihrer Jugendfreundin Nattie – keine leichte Aufgabe, wie sie schnell feststellen muss, zumal sie von ihrer quirligen Familie ständig abgelenkt wird: Papa nimmt Viagra, Mama lässt sich tätowieren und Philip, Maikes Bruder, verheimlicht eindeutig etwas – etwas, das mit Nattie zu tun hat.

Sieben Minuten Himmelreich ist der vierte Band zu einer fünfteiligen Romanreihe der Autorinnen Emma Wagner, Lana N. May, Jo Berger, Violet Truelove und Mia Leoni.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dies ist das erste Buch der Reihe, das ich gelesen habe. Die  drei davor sind schon auf meinem Reader und auf den Letzten, der in Kürze erscheint, bin ich besonders gespannt. Ich hoffe doch, dass in ihm das Rätsel um die ominöse Person gelöst wird!

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Sommer und Mehr

Sommer und Mehr. Eine Anthologie für einen guten Zweck sollte entstehen.
Ein Thema, das der Fantasie viel Spielraum lässt. 47 Autorinnen und Autoren aus dem Autoren Netzwerk haben sich darauf eingelassen. Herausgekommen sind 39 Kurzgeschichten und acht zauberhafte Gedichte. Der Erlös aus den Büchern ist für die Stiftung Lesen.

Sommer_und_Mehr

Die Autoren für Band 1 – Sommer und Mehr:
Alexander Courz – Alexander Frost – Alexander Grun – Christine Kayser – Claudia Wieland – Curly Sue Glander – Dorothe Reimann – Erik Huyoff – Franziska Witt – Hilde Willes – Liandra diLuna – Lyl Boyd – Manuela Efthimiadis – Marion Kreft – Mila EnWood – Nicol Lange – Peter Caprano – Sabine Kohlert – Sam Freythakt – Susanne Ulrike Maria Albrecht – Sybille B. Lindt – Tina Reinhardt – Tuula Schneider – Willie Benzen

 

 

Covergestaltung: ©Autoren_Netzwerk unter Verwendung von©JPchret – ©fotolia.com und ©magdal3na – ©fotolia.com

Sommer_und_noch_Mehr
Die Autoren für Band 2 – Sommer und noch Mehr:
Agnes M. Holdborg – Arvid Zaremba – Bernd Daschek – Dietmar Hesse – Gabi Büttner – Grete B. – Helga Henschel – Ilse Campell – Jennifer Heine – Katharina Rambeaud – Linda Marie Haupt – Lotte R. Wöss – Malgorzata Rosenblatt – Marena Jovic – Maruschya Markovic – Medusa Mabuse – Nadin Brunkau – Neal Skye – Rodolfo Nicola – Sandra Karin Foltin – Silvia Nagels – Uwe Tiedje – Walter Zeis

 

 

Covergestaltung: ©Autoren_Netzwerk unter Verwendung von©JPchret – ©fotolia.com und ©magdal3na – ©fotolia.com

Ihr könnt euch von sommerlichen Geschichten verzaubern lassen, und gleichzeitig beim Kauf eine gute Sache unterstützen, das wird nicht oft angeboten. Weil es so viele Seiten geworden sind, haben sich die Organisatoren dafür entschieden: Es wird eine Zwillingsgeburt!
Die Bücher Sommer und Mehr und Sommer und noch Mehr sind ab sofort als E-Book bei Amazon zum Vorbestellen bereit. Die Taschenbücher folgen. Erscheinungstermin ist der 1. Juli, also volles Urlaubsfeeling.
Alle würden sich riesig freuen, wenn ihr uns und dieses Vorhaben durch den Kauf unterstützt.

 

Hier noch eine kleine Anmerkung von mir. Mein Dank an die, die alles in die Wege gebracht haben, den Coverdesignern, dem Lektorenteam, ihr hattet einen schweren Stand mit uns, und zu guter Letzt der Dame, die in mühevoller Arbeit alles in eine Form gebracht hat, die veröffentlicht werden kann. Auch dafür hat sie gesorgt. Ihr seid die Besten!

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Abenteuer Lesung

sansibärHallo, ihr Freunde von Sansibär!

 

Heute gibt es eine neue Geschichte, zum Lesen und für die, die lieber zuhören, auch erzählt.

Wir haben uns Mühe gegeben.
Ich kuschelte noch an seinem Hals, als er grummelnd den Arm unter der Decke hervor zog, und in der Luft herumtastend nach der Stehlampe suchte. War das wirklich schon der Morgen, wir hatten uns doch gerade erst schlafen gelegt?
»Sansibär, grrk, wir müssen aufstehen. Der Abend war gestern zu lang.«
Ich blinzelte, schaute mich um. Das Hotelzimmer, die Mädels, mir wurde übel bei dem Gedanken. Bei meinem Anblick aufschreiende Weiber sind nicht das, was ich mir wünsche!
Spät ins Bett, klar, wenn der Depp vor dem Rechner hängt, Geschichten schreibt und zwischendurch immer auf Facebook mit Frauen flirtet!
»Ich gehe mal ins Bad.« Er stand auf und schlurfte zum Waschbecken.
Unauffällig folgte … quatsch, das ist ja kein Krimi. Ich lief hinterher und sah, dass er vor dem Spiegel seine Tränensäcke massierte. Dann sprühte er sich aus einer Dose so ein stinkendes Zeug unter die Arme. Ihh gitt! Deodorant nannten die Menschen das. Warum benutzten sie das, und verpesteten damit die Luft?
»Ich geh mal einen Kaffee holen.«
Er sah immer noch nicht frisch aus. Nun ja, ein alter Mann!
Mit der Kaffeekanne in der Hand und einem strahlenden Lächeln im Gesicht kam er zurück. Erholen sich die beim Gang zur Rezeption?
»He kleiner, die Sonne scheint. Das wird ein toller Tag! Schon aufgeregt?«
»Nein, warum sollte ich? Du willst mich ein paar Autorinnen vorstellen. Die sind bestimmt erfreut, eine Ratte zu treffen. Das ist ja nichts besonderes! Das steht ja draußen auf dem Blechschild, Ungeziefer als Zuhörer erwünscht!«
»Nun mach mal halblang, du bist kein Ungeziefer, sondern mein Freund! Bald auch der von ihnen, glaub mir!«
»Trink deinen Kaffee! Lass uns ins Ungewisse aufbrechen!«
Er überprüfte seine Tasche. »Fotoapparat, Filmkamera, schwarzes Buch, Stifte, alles drin«, murmelte er vor sich hin.
Im Auto klappte er zuerst die Sonnenblende herunter. »Die blendet mich«, meinte er. Heute fuhr er direkt zum Kino. Vor der Tür standen zwei Frauen und rauchten. Ich kroch tief in mein Versteck. Er hatte wirklich den Schal umgelegt. Kuschelig war es hier.
Drinnen angekommen, setzte er sich in die erste Reihe und baute den Fotoapparat auf. Auf den langen Tischreihen lagen Karten und kleine Hefte.
»Was sind das für Sachen«, fragte ich neugierig.
»Das sind Autogrammkarten und Leseproben. Die Gäste wollen was mitnehmen. Das ist eine Lebensweisheit für Autorinnen. Gib den Besuchern was Besonderes mit für zu Hause.«

Eine der Leseratten, die als Zuhörer im Saal saßen, schaute irritiert zu mir. Sagte zwar nichts, aber eilte zu ihren Freundinnen, tuschelt aufgeregt und lugte immer wieder zu uns rüber.
Ich hielt mich lieber versteckt. Das hier würde wohl zu einem Hörspiel werden.
Eine Andere ging mit einem bunten Buch nach vorne. »Schreibt ihr mir was ins Autoren-Poesiealbum?«
»Aber gerne doch, du bekommst auch ein Originalautogramm. Das Stempelkissen haben wir daheim gelassen. Wie heißt du denn?«
»Eusebia! Oma, der Namensgeber, fand den toll, hat mir meine Mutter erzählt.«
»Das ist ein schöner Name, ich wollte die Pandabärin in der Geschichte zuerst so nennen. Dann gefiel mir Weißauge doch besser!«
»Das waren so viele Worte, die ich nicht verstand. Da hatte er mir nachher einiges zu erklären.«
Jetzt begann die Vorstellung. Die Autorinnen lasen aus ihren Büchern. Ich hörte gespannt zu. Immer wieder wurde an besonders lustigen Stellen gelacht. Den Zuhörern machte es, Spaß, das war klar. Eine erzählte von einem Surfergirl. Surfen kannte ich nur aus dem Netz! Lebte die online? Nein, Meer, Wasser und Strand! Das musste was anderes sein. Puuh, das mag ich nicht.

Am Ende gab es ein großes Durcheinander. Sie verkauften ihre Bücher und schrieben nette Worte hinein.
Als alle Besucher gegangen waren, räumten sie auf. Mein Boss half mit, so gut es ging.
»Gehen wir noch einen Kaffee trinken?« Die Frau, die das hier organisiert hatte, schaute fragend in die Runde.
»Unser Zug fährt erst in zwei Stunden. Kommst du mit?«
Er grummelte etwas vor sich hin.
»Warum trägst du eigentlich diesen Schal?«
Ich machte mich ganz klein, bereit, in seinem Hemd zu verschwinden.
»Da verbirgt sich mein Freund vor euren Blicken. Er möchte nicht, dass ihr anfangt zu schreien.«
»Eine Spinne?«
»Nein,keine Spinne. Zeig dich, Sansibär.«
Ich streckte die Nase heraus und schaute mich um.
»Och, ist der süß!«
»Kann ich den streicheln?«
»Da fragt ihn ihn am besten selbst.«

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Auf großer Fahrt

Auf großer Fahrt

Sansibär3Am nächsten Morgen wurde ich durch sein fröhliches Pfeifen geweckt. Das Lied kannte ich. Im Text kam immer wieder das blöde Wort happy vor. So nannten die Pfleger im Labor das ewig vor sich hin grinsende Kaninchen im Raum nebenan. Das bedeutet glücklich, hatte er mir mal erklärt. Mit Glück hatte das Grinsen nichts zu tun. Ein fehlgeschlagener Versuch hatte dem armen Kerl diese Fratze verpasst.
»Sansibär, gleich geht es los! Bist du bereit für den Trip in den Norden? Die Fahrt darfst du auf meiner Schulter sitzen, dann siehst du alles.«
»Ja, Boss. Kann losgehen!«
Im Auto befasste er sich zuerst mit dem komischen Ding, das ihm den Weg vorsagte. Er holte das schwarze Buch aus der Tasche, das Fahrtenbuch der besonderen Art.
»So, 9:30 Abfahrt nach Rendsburg. Eingetragen!«
»Was trägst du da ein?«
»Uhrzeit, Namen, Orte. Die Fakten, die später für den Bericht wichtig sind.«
Der Stift verschwand im Federmäppchen, und ich kroch auf seine Schulter. Es war spannend, wie die Landschaft so an mir vorbeiflog. Ich schaute mir alles genau an, oft bekam ich die weite Welt ja nicht zu sehen.
»Was sind das für hohe Stangen mit den Flügeln am Kopf? Die drehen sich aber schnell.«
»Das sind moderne Windmühlen. Vor langer Zeit haben die Menschen die Kraft des Windes genutzt, um Korn zu mahlen. Heute erzeugen wir damit Strom.«
»Aha, der Sturm sorgt für Energie! Was ist das für ein schwarzes Loch, das die vor uns alle verschluckt?«
»Das ist der Elbtunnel, in dem können wir unter einem breiten Fluss durchfahren.«
»Und da tropft nichts von oben, wir bleiben trocken?«
»Klar doch!« Er grinste.
Ich schloss die Augen, das war mir zu unheimlich.
»Du kannst dich entspannen, wir sind heraus aus der Röhre.«
Ich traute mich und blinzelte, nur um gleich darauf erschrocken hinter ihm Schutz zu suchen. »Was war das für ein Lichtblitz?«
»Scheiße, ich war zu schnell, das kostet, da bekomme ich ein Ticket. Komm raus, nur die Verkehrsüberwachung, die tut dir nichts. Wir kriegen halt ein teures Foto!«.
Kurz vor den Ziel hielt er an.
»Was ist jetzt?«
»Siehst du das Wasser und die Schiffe, das sind Fähren, die uns auf die andere Seite bringen.«
Ich schaute mich um. Auf der Wiese neben dem Auto saß ein Vogel mit einem langen Hals. Er ärgerte einen Frosch, immer wieder stieß er mit dem Schnabel nach unten, und der arme Kerl versuchte, durch Sprünge aus der Gefahrenzone zu kommen.
»Es geht weiter, gleich sind wir am Ziel.«
Es schaukelte ein wenig, als wir auf die Fähre fuhren, doch schnell waren wir drüben.
Zuerst sehen wir uns das Zimmer an. Dann gehen wir in die Stadt, uns umsehen.«
An der Rezeption kam uns schwanzwedelnd ein Jack Russel mit einer braunen Maske entgegen. Mein Gebieter kniete sich nieder und streichelte ihn. Der schnupperte interessier nach mir, und ich zog mich etwas zurück.
»Du bist aber ein lieber, ja, fein.«
Das Zimmer lag oben unter dem Dach.
»Hallo, ist das ein Ausblick aus dem Giebelfenster. Rollläden gibt es auch, falls die Sonne es mal zu freundlich meint.« Er stellte den Koffer ab und betrachtete die Umgebung.
»Nur der Container da hinten stört das Gesamtbild. Was da wohl gelagert wird? Egal, das werden zwei herrliche Tage hier.« Aus der Tasche holte er ein langes Tuch.
»Den Schal habe ich für dich mitgebracht, kleiner Freund. Den lege ich um, dann kannst du drin auf meiner Schulter sitzen bleiben. Das Abenteuer Stadt wartet!«
Geheimnissvolle enge Gassen mit einem großen Platz, umrahmt von alten Häusern erwartete uns. Die vielen Balken hatte ich vorher an Gebäuden noch nicht gesehen.
»Das nennen wir Fachwerk, so wurde vor hundert Jahren gebaut. Schau mal, da hinten fiedelt jemand.«
Ein fremd aussehender Mann spielte eine Melodie auf einem Holz, dass er sich unter dem Kinn festklemmte. Die Töne schwebten auf dem Platz. Sie verzauberten die Fußgänger, die immer wieder zu ihm gingen, um eine Münze in den Kasten vor ihm zu werfen.
»Was ist das für ein Instrument?«
»Das ist eine Geige, der Geigenkasten vor ihm ist heute seine Spardose. Jeder, dem das Liebeslied gefällt, wirft etwas hinein. Die Liebe, wie länge vermisse ich das Gefühl … Nun ja, dafür bin ich zu alt!«
Dieses Trauma kannte ich schon. Vor ein paar Wochen hatte ihn eine Kollegin erstaunt angeschaut, als er von seinem Geburtstag erzählte.
»Du bist ja älter, als mein Papa … » meinte sie zu ihm. Seit dem ist er bei dem Thema verstört.
»Komm, er hat sich ein Lächeln und ein Geldstück verdient. Morgen lernst du dann die Mädels kennen.«
»Sagtest du nicht, ich soll mich versteckt halten? So ein Gekreische wie im Schwimmbad finde ich blöd! Nein danke … «
Er zwinkerte mir verstohlen zu. »Du unterschätzt die Damen! Wer weiß, vielleicht bist du der geheime Star des Tages. Lass dich überraschen, kleiner Freund.«
Er kraulte mein Kinn und schlenderte gut gelaunt zum Hotel.